Ernst Adelung


Biographie

 

Ernst Adelung wurde am 19. September 1891 als Sohn des Fürther Kaufmanns Sigmund Adelung (1857 – 1936) und seiner Frau Hedwig, geb. Oppenheimer (1869 – 1936), in Fürth geboren.

Sein Vater war Mitinahber und Direktor des Hopfenexportgeschäfts Marx Adelung mit Sitz im Erdgeschoss der Weinstraße 35 (heute: Rudolf-Breitscheid-Straße) in Fürth. Die Wohnung der Familie befand sich zwei Etagen darüber im 2. Stock des Hauses. 1911 ließ sich Sigmund Adelung von dem Nürnberger Architekten Hans Müller (1864 – 1951) außerdem eine repräsentative Sommervilla in der heutigen Kutzerstraße 37 bauen.

Ernst Adelung war nach dem Besuch des Volksschule anschließend Schüler am Humanistischen Gymnasium in der Königstraße 105 in Fürth. Später absolvierte er dann eine Ausbildung zum Kaufmann.

Mit der Mobilmachung und dem Beginn des Ersten Weltkriegs wurde Ernst Adelung am 11. November 1914 als Ersatz-Reservist zum II. Rekruten-Depot des 6. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments in Fürth eingezogen. Nach seiner dortigen Grundausbildung wurde er jedoch im Januar 1915 wieder aus dem Militärdienst entlassen und zur Disposition gestellt. Den großen Verlusten an der Westfront wegen wurde Ernst Adelung am 22. Juni 1915 schließlich erneut zum Militärdienst beim 21. bayerischeN Infanterie-Regiment eingezogen, wo er beim II. Rekruten-Depot unter der Leitung von Hauptmann ALBERT ROSENFELDER stationiert war. Am 30. September 1915 kam er als Teil der 8. Kompanie des 7. bayerischen Infanterie-Regiments an die französische Westfront, wo er kurz darauf zum Gefreiten befördert wurde.

Am 13. April 1916 wird Ernst Adelung während Kämpfen zwischen Maas und Mosel im Wald von Apremont bei St. Mihiel von einer Gewehr-Granate vewundet und nach Metz ins Festungslazarett I. gebracht, wo er einen Tag darauf am 14. April 1916 stirbt. Sein Grab befindet sich auf dem NEUEN JÜDISCHEN FRIEDHOF in Fürth.

 


Literatur- und Quellennachweise