Manfred Bendit


Biographie

 

Manfred Bendit
MANFRED BENDIT IN UNIFORM MIT SEINEN SCHWESTERN HILDE UND BETTINA (→BILDNACHWEIS)

Manfred Bendit wurde am 25. Dezember 1897 als Sohn des Fürther Kaufmanns und späteren Handelsrichter Justus Bendit (1867 – 1944) und seiner Frau Klara, geb. Levy, in Fürth geboren. Sein Familie wohnte in der Weinstraße bzw. später Hindenburgstraße 4 (heute: Rudolf-Breitscheid-Straße)  in Fürth. Nach dem Besuch der Israelitischen Realschule in Fürth machte er zunächst eine Ausbildung zum Kaufmann.

Mit der Mobilmachung und dem Beginn des Ersten Weltkriegs meldete sich Manfred Bendit am 8. August 1914 im Alter von nur 16 Jahren als Kriegsfreiwilliger zum 21. bayerischen Infanterie-Regiment in Fürth. Nach seiner dortigen Grundausbildung beim II. Rekruten-Depot wurde er bereits am 29. Oktober als Teil der 3. Kompanie  des Ersatz-Bataillons des Regiments an die französische Westfront. Dort nahm er an den Kämpfen um das Erdwerk von Bois Brûlé  in der nordfranzösischen Gemeinde Apremont-la-Forêt teil. Französische wie deutsche Soldaten, die später auch in der Schlacht um Verdun eingesetzt waren, schilderten nach dem Krieg gleichermaßen, dass die Strapazen und die Härte der Kämpfe im Bois Brûlé von September 1914 bis Februar 1915 ungleich schlimmer waren als alles vor Verdun Erlebte. ermutlich für seine Verdienste während diesen Gefechten erhielt er am 22. November das Eiserne Kreuz II. Klasse. Damit war er vermutlich der jüngste Träger dieser Auszeichnung im gesamten Deutschen Kaiserreich. Der Fürther Stadtchronist Paul Rieß schrieb am 4. Dezember 1914 über die Verleihung:

Bis jetzt haben aus hiesiger Stadt und Garnison 170 Helden das Eiserne Kreuz erhalten. Der jüngste Träger dieser Ehrenauszeichnung ist der 16½-jährige Sohn des Cigarrenhändlers Justus Bendit in der Weinstraße. Der Tapfere dient als Kriegsfreiwilliger beim 21. Inf. Regiment. Er ist Israelit²

Manfred Bendit stirbt am 4. Oktober 1917 als Unteroffizier beim 13. bayerischen Infanterie-Regiment während eines britischen Angriffs auf deutsche Stellungen.

 


Literatur- und Quellennachweise