Siegfried Rothschild


Biographie

 

Siegfried Rothschild wurde am 2. Mai 1888 als Sohn des Kaufmanns und Rentiers Jakob Rothschild und seiner Frau Berta,  geb. Schalhe, in Fürth geboren, wo er nach dem Tod des Vaters zusammen mit seiner Mutter im 2. Stock der Karolinenstraße 4 wohnte.  Mit dem Besuch der  Israelitischen Realschule in Fürth erwarb er die Sekundarreife und die Erlaubnis zum Einjährig-Freiwilligen-Dienst, wurde jedoch nur zur Ersatz-Reserve eingeteilt. Mit dem der Mobilmachung und dem Beginn des Ersten Weltkriegs musste sich Siegfried Rothschild, der gerade als Reisender unterwegs war, beim II. Rekruten-Depot des 21. BAYERISCHEN INFANTERIE-REGIMENTS in Fürth melden. Nach seiner Grundausbildung und der Beförderung zum Gefreiten im Dezember 1914 und zum Unteroffizier im April 1915 kam er 10. Mai 1915 als Teil der 11. Kompanie des Regiments an die französische Westfront, wo er an Kämpfen zwischen Maas und Mosel und im Artois teilnahm. Am 21. Juni 1916 verlieh man ihm das Bayerische Militärverdienstkreuz III. Klasse mit Krone und Schwertern.

Während der Schlacht an der Somme wurde er dann am 18. September 1916 als vermisst gemeldet, bevor er am 9. Dezember nach Angaben des Unteroffiziers Wenzl von seinem Kompanie-Führer, dem Leutnant Michael Trunker, für Tod erklärt wurde, was man 1920 noch einmal offiziell bestätigte.

 


Literatur- und Quellennachweise