Wilhelm Rosenhaupt


Biographie

 

Königswarterstraße 28
VILLA DER FAMILIE ROSENHAUPT IN DER KÖNIGSWARTERSTRAßE 28 UM 1907 (→BILDNACHWEIS)

Wilhelm (Willy) Rosenhaupt wurde am 7. Juli 1886 als Sohn des Kaufmanns und Fabrikbesitzers Hermann Rosenhaupt und seiner Frau Serafine Rosenhaupt,  geb. Levi, in Fürth geboren, wo er seine Kindheit in wohlhabenden Verhältnissen in einer Villa in der Königswarterstraße 28 verbrachte. Nach dem dreijährigen Besuch der Volksschule absolvierte er anschließend das Humanistische Gymnasium in der Königstraße 105 in Fürth, wo er ein Mitglied der Schülerverbindung Abituria war. Ab dem Wintersemester 1902/1903 studierte Wilhelm Rosenhaupt dann Chemie an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität. Seine Studentenwohnung befand sich während dieser Zeit im Hinterhof der Gabelsbergerstraße 7 in der Maxvorstadt gegenüber der Alten Pinakothek. Nach dem Abschluss des Studiums und der Promotion zum Dr. phil. nat.  trat er anschließend in die väterliche Bronzefabrik ein, deren Leitung er später übernahm. Am 12. Dezember 1911 heiratete er in Fürth Elise Christine Rössler, mit der er ein großes Appartement in der Jakobinenstraße 28 in Fürth bezog. Die elterliche Villa blieb jedoch weiterhin in Familienbesitz und diente nach dem Tod der Eltern vermutlich als Firmensitz. Außerdem war hier der jüngere und noch nicht volljährige Bruder FRIEDRICH ROSENHAUPT gemeldet, der für das Studium nach München gezogen war.

Mit der Mobilmachung und dem Beginn des Ersten Weltkriegs wurde Wilhelm Rosenhaupt am 26. November 1914 als Ersatz-Reservist zum Ersatz-Bataillon des 7. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments in Nürnberg eingezogen, wo er im Rekruten-Depot zunächst seine Grundausbildung absolvierte und zum Gefreiten befördert wurde. Anschließend war er als „Abrichter“ für die weitere Ausbildung von Soldaten in der 4. Garnisonskompanie des Regiments zuständig. Am 22. Juni 1916 kam Wilhelm Rosenhaupt schließlich als Teil des Nachersatzes mit dem 21. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment an die Westfront, wo er zunächst an Stellungskämpfen in Französisch-Flandern teilnahm.

Wilhelm Rosenhaupt stirbt am 19. Juli 1916 im Alter von 32 Jahren während Gefechten bei Fromelles. Sein Leichnam wurde am Morgen des 25. Julis in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof von Beaucamps-Ligny beerdigt

 

 


 Literatur- und Quellennachweise